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09.12.2009 16:03
Wir waren in Güssing!
Am 14. November waren Gisela Tremmel, Andreas Holy und Ernst Vitek gemeinsam mit Vertretern der Grünen Wirtschaft in Güssing und haben die dortigen Anlagen zur alternativen Energiegewinnung und zur sinnvollen Einsparung von wertvoller Energie besichtigt.
Was wird dort gesehen haben, hat uns einerseits begeistert, andererseits aber auch traurig gemacht. Begeisternd ist, wie die Gemeinden im Bezirk Güssing neue Wege gegangen sind, um sich bei der Energieversorgung unabhängig von großen Konzernen zu machen. Traurig ist, dass sich der Staat, die Bundesländer und die Gemeinden dieses positive Beispiel nicht zum Vorbild nehmen.
Der Bezirk Güssing ist für die ganze Welt ein Vorbild für unabhängige Energieversorgung mit alternativen Energien. Viele Vertreter von Staaten, Gemeinden, Industriebetrieben kommen zu Tausenden jährlich nach Güssing, um sich hier Anregungen und Konzepte für einen Umstieg am Energiesektor zu holen. Zudem ist Güssing ein Beispiel, wie man aus einer Region, die verkehrstechnisch schlecht gelegen ist, wirtschaftlich schwach war, viele Arbeitslose hatte und sehr wenig Fremdenverkehr an sich ziehen konnte, eine – nicht nur wirtschaftlich - blühende Region machen kann. Leider haben diese Chancen noch nicht alle Politiker und Verantwortungsträger in Österreich erkannt. Sie stemmen sich teilweise noch immer massiv gegen eine neue Energiepolitik. Wie man in Güssing hören musste, auch aus dem Grund, weil man eigenartigerweise z.B. lieber noch immer vom unsicheren russischen Erdgas abhängig sein will, statt die Möglichkeiten des im heimischen Wald verfügbaren Holzes zu nützen.
Das Modell Güssing für die eigene Gemeinde umzusetzen ist eine große Chance, nicht nur unabhängig zu werden, sondern auch die Wirtschaft anzukurbeln, in der Gemeinde neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Umweltbilanz erheblich zu verbessern. Mit Energie aus Sonnen- und Windenergie sowie durch die Verarbeitung von Abfallholz und von Bauern angebauten Pflanzen zur Herstellung von Erdgas und Dieselkraftstoff von hoher Qualität wird die Umwelt geschont und verbessert.
Wir Traiskirchner Grünen haben schon vor der Gemeinderatswahl 2005 einen Umstieg der Gemeinde auf alternative Energien gefordert. Leider konnte bisher in der Gemeinde dafür keine Mehrheit gefunden werden.
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